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ORTSCHRONIK KURZÜBERBLICK ZUR GESCHICHTE DES ORTES ZEESEN erarbeitet vom Ortschronisten, Paul Porsch ; ergänzt : Marlis Lorz Das Jahr der Gründung ist nicht bekannt. Gründungsurkunde befindet sich sicherlich in Prag, da das Gebiet der Tups Teupitz) zum Königreich Böhmen gehörte.
1431 Die Tupez begibt sich unter den Schutz der Markgrafen; Zeesen wird brandenburgisch.
1624 13 Hüfner (Besitzer einer Hufe – 1 Hufe hatte ca. 30 – 60 Morgen Land, 4 Morgen=1ha, 1 Hirte und 1 Laufschmied)
1632 Rittmeister von Thümen aus Gallun erwirbt Zeesen (Dorf mit Gut), Ober- und Untergericht, Kessel- und Schulzensee sowie das „Große Luch“ an der Schenkendorfer Grenze
1652 Nach dem 30–jährigen Krieg gibt es nur noch 2 Bauern. Das Gut erwirbt ein H. Phuhl.
1690 Das Gut kauft der Oberpräsident und Minister Freiherr Eberhard von Danckelmann Erbauung des Schlosses !
1698 Kurfürst Friedrich III. schenkt zum Christfest Gut und Schloss seinem Sohn Friedrich Wilhelm „Soldatenkönig“
1765 Verpachtung der königlichen Besitzungen an den Amtmann Sydow für 480 Taler jährlich. Einwohnerzahl um diese Zeit etwa 79
1783 Aufgliederung der Gemeindemitglieder nach Tabelle: Verwaltung u. Unterpächter= 1, Förster= 1, Schulbedienter= 1, Ganzbauern= 4, Büdner= 6 (Büdner: besitzt etwas Gartenland und ist auf Tagelohn oder Gewerbebetrieb angewiesen), Hausleute oder Einlieger= 4, Gärtner
1860 Ziegeleien in Körbiskrug, das damals nicht zu Zeesen gehörte; 1890 zu Zeesen eingemeindet. Einwohnerzahl: Dorf – 105, Gut – 57, Körbiskrug - 31 Bebauung: 27 Wohnhäuser, 42 andere Gebäude
1877 Das sogenannte Langhaus (Wohnhaus für Arbeiter und Angestellte des Gutes usw.) brennt völlig nieder. An seiner Stelle werden erdgeschössige Wohnhäuser gebaut von denen heute nur noch die modernisierten stehen.
1892 Bau eines neuen Schulgebäudes am Rande des Dorfes, das alte Schulhaus aus dem Jahre 1812 war zu alt und zu klein (ehemaliges Hirtenhaus).
1900 Beginn der Parzellierung und Siedlung. Es entstehen Häuser neben der Schule (Fasanenstr. 3)
1915 Bau der Luftschiffwerft „Schütte – Lanz“; Abriss nach dem 1. Weltkrieg (Versailler Vertrag)
1925 Der gesamte Besitz der Schütte-Lanz-Werft bekam die Deutsche Reichspost. In der Schütte – Villa wird ein Erholungsheim für Postmitarbeiter eingerichtet Laut Volkszählung vom 16.05.1925: 937 Einwohner (Zeesen mit Bürgerwalde u. Körbiskrug) davon: 485 männl. / 452 weibl. Nach dem 1. Weltkrieg erhalten Flüchtlinge aus Russland und Polen unentgeltlich Parzellen auf dem Steinberg (im sogenannten Bullenwinkel). Damit beginnt die Besiedlung des Steinbergs! 1926 Klabund (A. Henschke) dichtet seine „Ode an Zeesen“ im Schloss. Carl Zuckmayer stellt der „Geschichte“ -von Charlotte Steinbrucker- einen Haus-, Flur- und Tiersegen voran.
1924 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Es gibt einen gemischten Chor und eine Fußballmannschaft (Kreismeister) im Ort
1927 Inbetriebnahme des Deutschlandsenders
1929 Auflösung der Försterei „Fasanerie“, Zeesen erhält dadurch 182 ha Land. Damit ist die heutige territoriale Größe erreicht!
1934 Der Schauspieler und Dramaturg Gustaf Gründgens kauft das Gut für 58 000,00 RM Nach dem 2. Weltkrieg wird dieses zum Kreiskinderheim umfunktioniert – bis 1974. Danach wird das Schloss anderweitig genutzt.
1935 Errichtung des Postschulungslagers
1959 Bau der Evangelischen Kirche (Friedhof)
1970 bis zur Wende : Beginn des Baus einer Wasserleitung in der Gemeinde
1991 Grundsteinlegung für das Gewerbegebiet unter Teilnahme der Bürgermeisterin, Frau Barbara Wolff und dem Ministerpräsidenten, Dr. Manfred Stolpe Hausneubauten und besonders auf dem Steinberg
1992 Einweihung des ersten Gewerbegebietes im Land Brandenburg in Zeesen
1993 Grundsanierung der einhundertjährigen Grundschule
1996 Der Badestrand am Zeesener See wird neu gestaltet
1999 Eröffnung des Gewerbeparks II in Zeesen
2000 Erweiterung der Kita „Spatzennest“ durch Zukauf und Veränderung des ehemaligen LTS - Gebäudes
2000 Bau des Mehrzweckgebäudes und der Turnhalle
2002 Erweiterung und Neugestaltung der Friedhofskapelle 2003 Bau des Hortgebäudes auf dem Schulgelände
2004 Gemeindegebietsreform : Trotz 80% Bürgerstimmen des „Unteren Dahmelandes“ (Zeesen, Senzig, Zernsdorf, Kablow, Niederlehme, Wernsdorf) gegen dieEingemeindung nach Königs Wusterhausen ist dieser Schritt von der Landesregierung vollzogen worden. Gründung des Zeesener Interessenverein e. V.“ (Organisierung des gesellschaftlichen Lebens in Zeesen und Weiterführung der Chronik)
2007 erhält der Gewerbepark eine Stele mit dem Namen: „Schütte-Lanz-Gewerbepark- Zeesen“ unter Teilnahme der Ministerin Prof. Wanka. Einweihung der neuen Feuerwehr in der Seestraße
2008 Zeesen ist der größte Ortsteil mit 4582 Einwohnern von Königs Wusterhausen
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